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Projekt FTraQ: File Transfer Queue
Pflichtenheft zur Entwicklung

Stand: 2. November 2001

Bestandteil des Fachs Softwaretechnik II, Prof. Knabe, MD6, TFH Berlin

Projektmitarbeiter: Andreas Dribbusch - Alex Jasse - Erik Möller - Steffen Sauder - Martin Wehner

Zusammenfassung:
FTraQ soll es Nutzern erlauben, auf verschiedenen Plattformen Dateien von FTP-Servern herunterzuladen, Transfers sinnvoll vorauszuplanen und FTP-Serveradressen zu verwalten.

Dokumenthistorie:

26. Oktober 2001 erste Version
1. November 2001 weitere Ausarbeitung einzelner Punkte
2. November 2001 Fehlerkorrektur, Erweiterung Punkt 4

1. Zielbestimmung

1.1 Muss-, Wunsch- und Könnte-Kriterien

Muss-Kriterien Wunsch-Kriterien Könnte-Kriterien
1) Up- und Download von Dateien gemäß RFC 959

2) gleichzeitige Verbindung zu mehreren Servern

3) GUI mit Zwei-Fenster-Ansicht des lokalen und des Remote-Verzeichnisses eingebaute Hilfefunktionen Drag and Drop, auch aus anderen Anwendungen heraus

4) Lesezeichenbibliothek
  • Funktionen: Hinzufügen, Löschen, Ändern
  • Felder: Name, Adresse, Port, Login/Passwort oder anonym, Kommentare
Lesezeichen kopieren, exportieren Synchronisation von Lesezeichen mit anderen Clients

5) Warteschlange für Downloads Warteschlange sitzungsunabhängig, Warteschlange nach Server filterbar Scheduler für Warteschlange,
Warteschlange exportieren

6) Wiederaufnahme von abgebrochenen Downloads Auto-Reconnect bei serverseitigem Verbindungsabbruch, Wiederaufnahme von Downloads auf verschiedenen Client-Betriebssystemen. Wiederaufnahme von Downloads auf verschiedenen Servern

7) rekursiver Verzeichnistransfer

8) Quick-Connect durch Eingabe einer gültigen URL Quick Connect durch Auswertung der Zwischenablage

9) FTP-Befehlskonsole

10) Navigation mit Backtracking Verzeichnis-Cache zum Navigieren auf dem Server intelligent vorausladender Cache

11) Löschen, Umbenennen von Dateien Ändern von Datei-Attributen

12) eingebauter Texteditor zum Editieren von Dateien auf dem Server

13) segmentierte Downloads von großen Dateien

14) Verzeichnis-Synchronisation

1.2 Abgrenzungskriterien

FTraQ ist ein genereller FTP-Client und grenzt sich damit von bestimmten FTP-Anwendungen ab:

  1. kein FXP (Server-to-Server-Transfer)
  2. kein "Spezialist" für nicht standardkonforme Server
  3. keine Betriebssystem-Integration (Aufbau der Internetverbindung, Einbindung in Windows-Explorer)
  4. keine interne Anzeige von Datei-Inhalten
  5. keine Server-Funktionen

2. Einsatz

2.1 Anwendungsbereiche

FTP-Clients werden überall dort eingesetzt, wo es um die effiziente Übertragung und Synchronisation von Dateien geht. Das gilt für Firmendaten genauso wie für wissenschaftliche Daten, für die Administration von Webseiten sie für private und öffentliche Datei-Archive: FTP ist ein international verwendeter Standard. Alleinstellungsmerkmal von FTraQ gegenüber existierenden Clients ist die Plattformunabhängigkeit, die seinen Einsatz in heterogenen Systemumgebungen erlaubt, ohne dass dafür Daten wie Konfiguration und Sitzungsdaten bei jedem Betriebssystem-Wechsel konvertiert oder angepasst werden müssten.

2.2 Zielgruppe

FTraQ richtet sich an eine Teilmenge von Studenten, Webmastern, Firmenmitarbeitern, Administratoren, Wissenschaftlern und Privatpersonen, die über FTP-Grundkenntnisse verfügt und einen unkomplizierten FTP-Client für die tägliche Nutzung benötigt. Dies gilt besonders für Nutzer, die in heterogenen Umgebungen arbeiten.

2.3 Betriebsbedingungen

Damit FTraQ funktioniert, ist es notwendig, dass der Nutzer über eine funktionierende Verbindung zum Internet oder Intranet verfügt, die bei Bedarf auch vom Betriebssystem neu aufgebaut wird. FTraQ darf keine Überwachung durch den Benutzer voraussetzen, sondern muss auch längere Warteschlangen vollautomatisch abarbeiten. Typischerweise wird die Dauer einer FTP-Sitzung im Bereich von 5 Minuten bis 2 Stunden liegen, in Ausnahmefällen auch deutlich mehr, doch ein Vollzeit-Betrieb ist sehr unwahrscheinlich.

3. Umgebung

3.1 Software

FTraQ setzt eine Java Virtual Machine (JVM) von der Version 1.31 oder größer voraus. Prinzipiell sollte der Client auf allen Betriebssystemen mit der entsprechenden JVM lauffähig sein, realistisch getestet werden kann er jedoch nur auf den drei Plattformen Windows, Linux und MacOS. FTraQ greift auf externe Java-Bibliotheken zu:
  • eine XML-Parsing-Bibliothek für Konfigurationsdateien, Sitzungsdaten, Lesezeichen usf. (z.B. Xerces)
  • evtl. eine Bibliothek für Protokollierungsfunktionen (z.B. JLog)

3.2 Hardware

FTraQ setzt ein System voraus, das in der Lage ist, mittelkomplexe Java-Swing-Anwendungen in annehmbarer Geschwindigkeit auszuführen. Dafür ist eine äquivalente Rechneleistung etwa zu einem P350-System mit 128 MB RAM das Minimum. Mindestens 20 MB Festplattenspeicher sollten frei sein, damit neben dem Programm bei Bedarf auch das Java Runtime Environment (JRE) installiert werden kann. Für den Download von Dateien ist natürlich entsprechend mehr freier Festplattenspeicher erforderlich.

3.3 Orgware

In einer heterogenen Umgebung sollte FTraQ so eingerichtet werden, dass gemeinsam verwaltete Daten auch von allen Betriebssystemen nutzbar sind. Bei der Verwendung durch mehrere User kann ein Systemadministrator dafür sorgen, dass jeder Nutzer ein bestimmtes Konfigurationsprofil erhält, so dass z.B. bestimmte Lesezeichen zur Standardkonfiguration gehören. Es ist darauf zu achten, dass entweder Client oder Server, nicht jedoch beide, sich hinter einer Firewall bzw. einem Network Address Translator (NAT) befinden dürfen.

4. Funktionalität

4.1 Bibliotheksabläufe

1) Öffnen des Bibliotheks-Fensters: Der Benutzer öffnet das Biblio.-Fenster über einen Menüeintrag oder über das Klicken eines Buttons auf der Toolbar und bekommt darin eine hierarchisch organisierte Liste der Einträge präsentiert sowie eine Buttonleiste, die ihm die Funktionen "Hinzufügen", "Löschen", "Ändern", "Import", "Export" sowie "Verbinden" zugänglich macht.

2 a) Hinzufügen eines Eintrages über das Bibliotheksfenster: Klickt der Benutzer auf den "Hinzufügen" Knopf, öffnet sich eine modaler Dialog in dem er die Eigenschaften des zu erstellenden Eintrages eingibt. Nach betätigen des "OK" Buttons wird der Dialog geschlossen und der Eintrag erzeugt.

2 b) Hinzufügen eines Eintrages über ein Menü: Besteht bereits eine Verbindung zu einem Server, übernimmt der Benutzer über ein Menü die Eigenschaften (host, port, user, pass?, remote/local dir) der aktuellen Verbindung in die Bibliotheksliste. Ein modaler Dialog fragt nach dem Namen des zu erzeugenden Eintrages. Nach erfolgter Eingabe wird der Eintrag erzeugt.

3) Löschen eines Eintrages: Der Benutzer wählt einen oder mehrere Einträge in der Bibliotheksliste aus und betätigt den "Löschen" Button. Ein modaler Dialog fragt, ob der/die Einträge wirklich gelöscht werden sollen. Nach erfolgter Bestätigung werden die Einträge aus der Bibliothek entfernt.

4) Ändern eines Eintrages: Der Benutzer wählt einen Eintrag in der Bibliotheksliste aus und betätigt den "Ändern" Button. Ein Dialog öffnet sich, in dem die Eigenschaften des Eintrages angezeigt werden. Der Benutzer editiert die gewünschten Eigenschaften und bestätigt diese durch Betätigung des "OK" Buttons. Klickt er auf "Cancel" werden die Änderungen verworfen.

5) Import von Bibliothekseinträgen: Der Benutzer drückt den "Import" Knopf, woraufhin ihn ein modaler Dialog nach dem Client fragt, dessen Bibliothek man importieren will. Nachdem der Benutzer den gewünschten Client ausgewählt hat, öffnet sich ein Dateidialog, in dem der Benutzer die Bibliotheksdatei auswählt. Ein Dialog informiert den Benutzer über den Erfolg der Operation und die Zahl der importierten Einträge.

6) Export von Bibliothekseinträgen: Der Benutzer drückt den "Export"-Knopf, woraufhin ihn ein modaler Dialog nach dem Client fragt, in dessen Bibliotheksformat man exportieren möchte. Nachdem der Benutzer den gewünschten Client ausgewählt hat, öffnet sich ein Dateidialog, in dem der Benutzer das Verzeichnis auswählt, in dem die Bibliotheksdatei erzeugt werden soll (der Filename ist durch den Client vorgegeben). Ein Dialog informiert den Benutzer über den Erfolg der Operation und die Zahl der exportierten Einträge.

4.2. Dateiübertragungsabläufe

1) Sofort-Transfer: Der Nutzer wählt mit Maus oder Tastatur eine oder mehrere Datei(en) auf seinem System oder dem Server an und zieht diese mit der Maus ins gegenüberliegende Fenster oder drückt die entsprechende Tastenkombination. Standardschritt Q1 wird durchgeführt. Der Transfer wird sofort gestartet, sofern nicht bereits ein Transfer im Gange ist.

2) Queue-Transfer: Der Nutzer wählt mit Maus oder Tastatur eine oder mehrere Datei(en) auf seinem System oder dem Server an und zieht diese mit der Maus in die Warteschlange oder drückt die entsprechende Tastenkombination. Standardschritt Q1 wird durchgeführt. Das Programm startet die Übertragung, sobald der Nutzer die Funktion "Warteschlange übertragen" auswählt.

3) Datenübertragung: Der Nutzer hat eine Übertragung gestartet. Die Datei wird gemäß RFC 959 übertragen, dabei wird in der Statuszeile der Übertragungsstatus (Bytes, Prozent, Zeit) angezeigt. Eine Navigation auf dem Client sowie die Benutzung der Warteschlange sind weiterhin möglich, eine Navigation auf dem Server ist während der Übertragung nicht mehr möglich (oder nur noch im Cache). Die Transfer-Start-Funktion wird für die Dauer des Transfers deaktiviert. Wird der Transfer durch den Server unterbrochen, wird Standardschritt A1 durchgeführt. Ist A1 erfolgreich, wird der Transfer automatisch wieder aufgenommen.

4) Wiederaufnahme: Der Nutzer möchte einen abgebrochenen Download von einer vergangenen Sitzung wieder aufnehmen. Die dazugehörigen Einträge befinden sich in der Warteschlange. Sind unerwünschte Einträge enthalten, kann die Warteschlange nach einer bestimmten Serveradresse gefiltert werden. Der Nutzer wählt nun die Funktion "Warteschlange übertragen" aus. Der Client stellt ggf. eine Verbindung zum Server her (gelingt dies nicht, wird Standardschritt A1 durchgeführt). Die Dateiposition wird der Dateigröße auf dem Client sowie der Größe auf dem Server entnommen, weiterhin wird geprüft, ob die Größe der Datei auf dem Server und die Größe der Datei in der Warteschlange identisch sind. Sind sie es nicht, wird eine Fehlermeldung ausgeben, ansonsten wird die Übertragung an der richtigen Stelle wieder aufgenommen.

5) Queue verwalten: Der Nutzer kann die Queue mit Tasten sowie Toolbar-Buttons oder Menü-Einträgen leeren, filtern oder einzelne Einträge löschen. Diese erweiterten Funktionen sind nur aufrufbar, wenn kein Transfer im Gange ist.

4.3 Arbeitsläufe in heterogenen Systemumgebungen

1) Erster Programmstart auf neuem Rechner / Betriebssystem: Wird das Programm zum ersten Mal unter neuer Umgebung gestartet, öffnet sich ein Dialogfeld, in dem der Benutzer einstellen kann, ob und von wo er seine Voreinstellungen, Bookmark-Bibliothek und Transfer-Queue laden möchte. Als Optionen stehen ihm die Angabe eines lokalen (oder NFS-) Verzeichnisses oder das Importieren von einer FTP/HTTP-URL zur Verfügung.

Außerdem kann der Benutzer wenn nötig eine Tabelle anlegen, in dem er die betriebssystemspezifischen Laufwerksbuchstaben/Partitionsnamen von oft benötigten Partitionen angibt. (z.B. Windows-Laufwerk C: entspricht Linux-Verzeichnis /mnt/win_c)

2) Fortsetzung einer Sitzung unter anderem Betriebssystem: Wenn das Programm beim Start eine Transfer-Queue vorfindet, die unter einem anderen Betriebssystem erstellt wurde, versucht das Programm automatisch die lokalen Verzeichnisnamen aller Einträge auf das neue Betriebssystem umzusetzen (mit Hilfe der bei 1 erstellten Tabelle). Gelingt dies nicht, wird der Benutzer aufgefordert, die Partitionsnamen/Verzeichnis-Zuordnungs-Tabelle zu ergänzen. Danach wird der Transfer aller Transfer-Queue-Einträge dessen lokaler Verzeichnisname unter diesem OS bekannt ist fortgesetzt, die anderen werden in der Transfer-Queue als derzeit nicht durchführbar gekennzeichnet.

3) Exportieren des persönlichen Profils auf einen FTP-Account: Wenn der Benutzer sein persönliches Profil (Einstellungen, Bookmark-Bibliothek und evtl. Transfer-Queue) auch außerhalb seines lokalen Netzwerks zur Verfügung haben will, kann er über einen Menüpunkt den Export seines Profils auf einen FTP-Server durchführen. In einem Dialog gibt er Servername, Benutzername, Passwort und Verzeichnisname ein. Das Programm lädt die benötigten Profildaten automatisch hoch.

4.4 Arbeiten mit Dateien

1) Löschen von Dateien: Sofern die entsprechende Berechtigung existiert, kann der Benutzer lokale oder Server-Dateien mit der Maus oder dem Keyboard löschen. Wegen Plattformunterschieden bei "Papierkörben" ist das Löschen auf dem Client endgültig. Verzeichnisse werden rekursiv gelöscht. In beiden Fällen erfolgt eine Sicherheitsabfrage.

2) Umbenennen von Dateien: Der Nutzer kann einzelne Dateien umbenennen. Sind mehrere Dateien angewählt, erscheint eine Abfrage, die mehrere Optionen bietet: alle Dateien Upper Case, alle Dateien Lower Case, alle Dateien First Character Upper Case.

3) Ändern von Dateiattributen: Der Nutzer kann erweiterte Dateiattribute (read, write, execute) auf dem Server ändern, werden, sofern dieser die Funktion unterstützt und die entsprechende Berechtigung vorhanden ist.

4.5 Navigationsabläufe

Nachdem eine Verbindung zu einem Server hergestellt wurde, präsentiert das Programm dem Benutzer eine 2-Fenster-Ansicht. Hierbei repräsentiert das 1. Fenster die lokale Verzeichnisstruktur, das 2. hingegen die Verzeichnisstruktur des Servers(Remote-Fenster). Über den 2 Fenstern erscheint je 1 Adressleiste, die den absoluten Pfad des angezeigten Verzeichnisses enthält. Die Visualisierung der Verzeichnisinhalte erfolgt mittels Icons, die es dem Benutzer erleichtern, zwischen Dateien und Verzeichnissen zu unterscheiden. An oberster Stelle erscheint ein Icon, das das nächsthöherliegende Verzeichnis repräsentiert (sofern dieses existiert).

In diesen Verzeichnisstrukturen kann der Benutzer nun folgendermaßen navigieren:

1) Direkte Eingabe eines Verzeichnisses: Enthält die eingegebene (bzw. aus der Bibliothek/Zwischenablage geholte) URL bereits eine Pfadangabe zu einem Verzeichnis, so wird dessen Inhalt direkt vom Server abgerufen und angezeigt; ansonsten der Inhalt des Wuzelverzeichnisses. Weiterhin hat der Benutzer auch bei bestehender Verbindung die Möglichkeit, einen Pfad in der Adressleiste anzugeben, der dann direkt abgerufen und angezeigt wird. (Existiert der Pfad nicht, wird eine Fehlermeldung ausgegeben.)

2) Visuelle Navigation: Da im Allgemeinen die Verzeichnisstruktur eines FTP-Servers nicht bekannt ist, hat der Benutzer nur die Möglichkeit, mittels Mausklicks zwischen den Verzeichnissen zu navigieren. Hierzu wird im einfachsten Fall ein Verzeichnis doppelt angeklickt, dessen Inhalt daraufhin abgerufen und angezeigt wird. Es existieren auch analoge Tastenkombinationen. Weiterhin führt der Druck einer Taste zu einer Schnellsuche nach dem ersten passenden Datei-/Verzeichnisnamen. Folgt darauf innerhalb eines gegebenen Tastendrucks ein weiterer, wird die Schnellsuche weiter eingeschränkt, usw. Der erste passende Treffer wird jeweils angezeigt.

3) Navigations-Buttons: Dem Benutzer werden drei Buttons "Back", "Forward" und "/" bereitgestellt, die es ihm ermöglichen, schnell zu Verzeichnissen zurückzufinden, die er sich bereits angeschaut hat. Die Back/Forward-Buttons funktionieren analog zum Browser-Backtracking. Der "/"-Button hingegen ruft wieder das Wurzel-Verzeichnis der Servers ab und zeigt dieses an, sodaß der Benutzer wieder auf oberster Ebene anfangen kann, falls er sich im Verzeichnisbaum "verirrt" hat.

4.6. Erweiterte Funktionen

1) Quick-Connect: Der Nutzer gibt die FTP-Adresse im "Quick-Connect" Eingabefeld ein. Standardschritt A1 wird ausgeführt.

2) Clipboard: Der Nutzer kopiert eine FTP-URL in die Zwischenablage (evtl.). Dieses wird regelmäßig vom Programm abgefragt. Befindet sich darin eine gültige FTP-URL, wird Standardschritt A1 ausgeführt.

3) FTP-Konsole: Der Nutzer kann ein Konsolenfenster öffnen, das ihm die direkte Eingabe von Befehlen auf dem Server erlaubt. Damit ist jedoch keine Steuerung der Programmfunktionen möglich, die Konsole dient lediglich administrativen Zwecken.

4) Verzeichniscache / vorausladender Cache: Der Inhalt von Verzeichnissen wird mit einem Timestamp dem lokalen Cache hinzugefügt. Wird das entsprechende Verzeichnis innerhalb eines gegebenen Zeitraums erneut aufgerufen, wird die Liste der Dateien aus dem Cache geholt, was im Fenster kenntlich gemacht werden sollte ("Cached copy from .."). Bei einer längeren Idle-Zeit beginnt der Client, im Hintergrund Verzeichnisse zu wechseln und diese dem Cache hinzuzüfgen. Wird die Idle-Zeit unterbrochen, wird sofort wieder in das alte Verzeichnis gewechselt.

5) Eingebauter Texteditor: Ist eine einzelne Datei auf dem Server ausgewählt, kann diese mit einem internen Editor bearbeitet werden. Sobald der Benutzer sich entscheidet, die Änderungen zu übernehmen, wird die Datei aus dem Speicher auf den Server geladen. Eine Speicherfunktion für den Client-Rechner ist nicht im Editor enthalten.

4.7 Standardschritte:

Q1: Hinzufügen von Dateien zur Warteschlange: Die ausgewählten Dateien werden der Warteschlange hinzugefügt. Wenn die Auswahl Verzeichnisse enthält, werden diese rekursiv ausgewertet, d.h. alle enthaltenen Dateien und in Unterverzeichnissen enthaltenen Dateien werden ebenfalls der Warteschlange hinzugefügt. Neben Name, Größe, Quell- und Ziel-Verzeichnis enthält die Warteschlange Informationen über den dazugehörigen Server.

A1: Connect: Der Client bemüht sich innerhalb gegebener Intervalle eine gegebene Zahl von Versuchen um einen (Wieder-)Aufbau der Verbindung zum gegebenen Server mit den gegebenen Parametern (Username, Passwort, Port). Bleibt der Erfolg aus, wird der Benutzer gefragt, ob das Programm weiterhin versuchen soll, den Server zu kontaktieren.

5. Daten

Vorgesehen sind folgende quantitativen Rahmenbedingungen:
  • Bookmark-Bibliothek mit mindestens bis zu 500 Einträgen
  • Warteschlange mit mindestens bis zu 5000 Datei-Einträgen bzw. 500 Verzeichnis-Einträgen
  • Verbindung zu theoretisch unbegrenzt vielen Servern gleichzeitig, praktisch durch Hauptspeicher begrenzt
  • Verzeichnistiefe mindestens bis 25
  • mindestens bis zu 1000 Dateien pro Verzeichnis

6. Leistungen

Die folgenden Leistungsmerkmale müssen erreicht werden:
  • Erststart des Programms in max. 30 Sekunden
  • Hinzufügen von Dateien zur Warteschlange max. 0,1 Sekunden pro Datei, Sockel-Max. 1 Sek.
  • Zeit von Auswahl eines Lesezeichens bis zur Anzeige des Connect-Status max. 2 Sekunden
  • max. 2 Sekunden Verzögerungszeit durch das Programm pro FTP-Vorgang (z.B. bei Anzeige des Verzeichnisinhaltes)
  • aufwendigster Bookmark-Bibliothekszugriff max. 5 Sekunden

7. Benutzeroberfläche

Das prinzipielle Layout des Programms ist simpel: Das Programmfenster ist in verschiedene Bereiche unterteilt, wobei dominant die Zwei-Fenster-Ansicht des lokalen und des Server-Verzeichnisses hervortritt. Unter- oder oderhalb dieser Ansicht befindet sich die (ausblendbare) Warteschlange, oberhalb befinden sich Programm- und Navigations-Funktionen. Die Bookmark-Bibliothek ist entweder als neues Fenster zu implementieren oder in Form einer Karteikarten-Ansicht ("Tab"). Großer Wert wird bei der Gestaltung der Benutzeroberfläche auf die zeitliche Reduzierung routinemäßiger Bedienabläufe gelegt:
  • Alle wesentlichen Funktionen müssen mit Tasten-Shortcuts erreichbar sein, wobei manche Funktionen (z.B. "Datei übertragen") mehrere Shortcuts benötigen
  • Die entsprechenden Shortcuts sollten auf mehrerlei Art und Weise auffindbar (Hilfe-Menü, neben Menüeinträgen, F1, Fragezeichen-Button, usf.) sein
  • Programmintern sollten verschiedene Drag- und Drop-Operationen möglich sein, wozu der direkte Transfer (Drag vom Remote-Fenster in das Lokal-Fenster und umgekehrt) sowie der Warteschlangen-Transfer (Drag vom Remote- oder Lokal-Fenster in die Warteschlange) gehören
  • Die Warteschlange sollte sich über einen eindeutig plazierten Button leeren lassen
  • Mehrfachauswahl sollte unproblematisch auf verschiedene Art und Weise möglich sein (z.B. Shift- oder Control-Auswahl)
  • Neben einer Symbolleiste sollten Dateifunktionen auch über ein Kontextmenü erreichbar sein
Wichtig ist bei der Verwaltung von Dateien auch die Übersichtlichkeit der Darstellung:
  • Die verschiedenen Tabellen sollten sich bequem sortieren lassen.
  • Sofern die Fensterbreite nicht ausreichend ist, müssen erweiterte Dateinformation mit einem Tastendruck schnell bereitgestellt werden. Die angezeigten Felder müssen sich auswählen lassen.
  • Der Bildschirm sollte in nicht mehr als drei oder vier Fensterteile zerlegt sein.
  • Evtl. kann mit Farben oder Schriftstilen zwischen Dateien und Verzeichnissen unterschieden werden
  • Sofern Synchronisations-Funktionen implementiert werden, sollten diese ebf. mit Farbcodes arbeiten (Vergleich Datei-neu vs. Datei-alt vs. Datei-fehlend)
  • Eventuell wären Darstellungsfilter möglich (Ausblendung bestimmter Dateien/Verzeichnisse).
Bei komplexen Dateisystemhierarchien ist weiterhin ein schnelles Navigationssystem erforderlich:
  • Der Nutzer muss in der Lage sein, seine Schritte auf verschiedene Arten nachzuvollziehen (Backtracking)
  • Ein direkter Zugriff auf Verzeichnisse über manuelle Eingabe sollte möglich sein
  • Häufig oder zuletzt angewählte Verzeichnisse sollten über ein Spezialmenü schnell zugreifbar sein
  • Der Druck einzelner Tasten sollte eine Annäherungssuche nach der entsprechenden Datei in der derzeit gewählten Ansicht durchführen und die Auswahl entsprechend anpassen.

8. Qualitätsziele

Wesentliches Ziel ist die Schnelligkeit und Effizienz des Programms, auf die insbesondere mit Java/Swing geachtet werden muss: Der Ressourcenverbrauch sollte schonend sein. Die Erweiterbarkeit des Programms muss gewährleistet sein, und die Stabilität muss für den semiprofessionellen Einsatz ausreichend sein.